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Dr. Heinrich Koddebusch

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Workshop

Erfolgreiches Operieren beginnt mit einer auf Patient und Indikation abgestimmten Narkose. Sinnvoller Einsatz moderner Injektionsanästhetika, gepaart mit den Vorteilen der Inhalationsnarkose, ist der entscheidende Schritt auf dem Weg hin zur guten Anästhesie."

- Dr. Heinrich Koddebusch - Anästhesietechnik für Kleintiere

 

Inhalationsnarkose

Die Anästhesie konfrontiert praktizierende Kleintierärzte(innen) mit immer neuen Herausforderungen:

● der Patient schläft nicht...
● der Patient reagiert auf chirurgische Reize...
● der Patient atmet nicht...
● der (die) Operateur(in) ist gestresst ... usw.

Der derzeitige Trend zu Mops, Französischer Bulldogge und anderen brachycephalen Rassen bringt aus Sicht des Anästhesisten viele zusätzliche Probleme mit sich. Auf Grund der pathologisch-anatomischen Veränderungen ihrer Atemwege sind diese Hunde per se als Risikopatienten einzustufen.

Auch viele kleine Heimtierarten, die besonders anästhesiesensibel sind, machen einen wachsenden Anteil unseres Patientengutes aus.

Wir Tierärzte sind gefragt, unsere Narkosetechniken den speziellen Bedürfnissen unserer Patienten anzupassen und das Narkoserisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Als „Balancierte Anästhesie“ wird eine Narkosemethode bezeichnet, bei der man unterschiedliche Injektionsanästhetika zur Einleitung einer Inhalationsnarkose kombiniert. Erwünschte Wirkungen synergistischer Substanzen werden potenziert. Die Einzeldosen der Injektionsanästhetika und des Inhalationsanästhetikums lassen sich auf diese Weise deutlich reduzieren.

Das Narkosegerät dient dabei nicht nur der Applikation von Isofluran und Sauerstoff. Es ermöglicht außerdem eine kontrollierte Beatmung und ein besseres Monitoring.

Die Balancierte Anästhesie ist der Prototyp der gut steuerbaren Anästhesie und prinzipiell auch bei allen Risikopatienten einzusetzen. (Erhardt et al.)